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Welcome to the big fat founder
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Challenge Heilbronn

Bei der Challenge Heilbronn tat sich fast schon der Eindruck auf, dass es sich um eine never ending story handeln könnte. Immerhin musste ich nach den Jahren 2015 und 2016 auch am 18. Juni 2017 wiederum Anlauf nehmen, um die Challenge endlich zum Ende zu bringen.

 

Wie gehabt war die Vorbereitung auch in diesem Jahr wieder durchwachsen. So beschränkte sich die bis dato einzige Ausfahrt auf dem Rennrad auf den Vierlanden-Triathlon in der Woche zuvor. Aber zumindest lief die Anreise relativ stressfrei und selbst in der Nacht vor dem Wettkampf konnte ich halbwegs vernünftig schlafen.

Sicherlich geholfen haben hierbei die zwei Nachschläge bei der schäbischen Version des carbo loadings („Maultaschen-Party“) und die gefühlt viereinhalb Liter alkoholfreies Bier und andere Getränke zur Aufstockung des Flüssigkeitshaushalts. Natürlich darf auch nicht vergessen werden, dass in diesem Jahr auch quasi die ganze Familie angereist war, um bereits den Schwimmstart im Seitenarm des Neckars live mitzuverfolgen. Was wollte da noch schief gehen.......?

 

Spontan fielen mir hierzu verschiedenen Schwachpunkte ein. Strahlender Sonnenschein und 27 Grad in Verbindung mit knapp 1.000 Höhenmetern auf 93 Kilometern Radstrecke war nur ein kleiner aber nicht zu vernachlässigender Bestandteil dieser Bedenken.

 

Da die Gedanken, die einem während des Wettkampfs durch die wenigen nicht mit der Motivation der letzten Kräfte beschäftigten Hirnzellen synapsieren, entweder nicht jugendfrei oder zumindest latent gesundheitsschädlich sind(beispielhaft seien nur die spätestens nach dem dritten bapsüssen Gel einsetzenden Fantasien nach Pizza, Bier und anderem Schweinkram genannt), muss die Rennberichterstattung auf dem Niveau der Berganstiege erfolgen. Kurz und knackig! Doch im Gegensatz zum Vorjahr, wo es allerdings aufgrund des Wetters der Vortage anstelle des Schwimmens einen vorgelagerten 5 KM-Lauf gab, der zumindest meiner Eignung als Bergziege diametral zuwiderlief (können Ziegen schwimmen?), ging es mir nach Runde 1 zumindest noch so gut, dass sich zwischenzeitlich erste – meinem Wesen bis dato gänzlich unbekannte – Züge von Überheblichkeit und Anmassung einspielten. Sollten die Aufgaben in den beiden Vorjahren nur Missverständnisse gewesen sein, war das Rennen vielleicht doch nicht so schwer, wie ich es mir zur Rettung meines Egos einzureden versucht hatte......im Verlauf der zweiten Radrunde wurde ich eines besseren belehrt, ich hatte immer schon Recht gehabt!!

 

Krämpfe in beiden Beinen und Salzwasserrinnsale, die –hygienisch sicherlich völlig unbedenklich – aus meiner Helmpolsterung in Augen und hechelbedingt offenen Mund tröpfelten, machten die zweiten 45 Kilometer zur Tortour. Wobei, hatte ich mein Tempo zumindest bereits so gedrosselt, dass ich theoretisch die traumhaft schöne Landschaft des Kraichgaus hätte geniessen können.

 

Doch im Grunde ist es wie immer, wenn man erstmal wieder vom Rad runter ist, stellt sich heraus, dass der zweite Teil des Triathlons nicht zwingend der anstrengendste sein musste. Zumindest wenn man meint, (Iron-)man müsse die letzten 21 Kilometer dann auch noch rennen. Doch als altgesottener Diesel-Triathlet der hoffte mit der Beendigung dieser letzten Herausforderung auch die Schmach der beiden Rennabbrüche wieder wettgemacht zu haben und sonach wieder mit Fug und Recht behaupten zu können „ich laufe zwar langsam, aber ich komme immer an“ störte sich hieran nicht und ging mit stolzgeschwellter Brust einen Großteil der Strecke. Was allerdings – die Gedanken sind frei, doch was sie mit einem anstellen kann furchtbar sein – dazu führte, dass sich mein offensichtlich unterforderter Ohrwurm in Dauerschleife mit dem schönen Titel „ A triathlete would run but never walk“ zur Melodie genau von Sting beschäftigte. Die Hitze war auf den letzten beiden Kilometern wirklich nicht das Schlimmste!

 

Aber Ankommen ist alles. Zumal, wenn es danach dann endlich Bier, Döner und andere Schweinereien zum Tatort gibt. 

 

Schaun wir mal welche Challenge als nächste kommt.

 

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